Logic X first try

Ein neue Version einer Audio Software. Sie versprach, dass man nun mit Schlagzeuger spielen kann. Wäre ja eine tolle Sache, dachte ich. Hatte ich ja mal in real life gemacht. Damals wurde ich nieder getrommelt, wenn wir beide anfingen Spaß zu haben. Aber insgesamt war das eine schöne Kombination. Wenn beide zusammen kommen und Musik anfängt zu schwimmen. Und genügend Raum für beide Egos ist. Und eine laute und gute Anlage für das Klavier, oder besser eigentlich Rhodes, ja. Nur, das hatten wir damals nicht.

Der Logic Schlagzeuger erwartet, dass man sauber auf den Klick spielt, Tempo Modellierung beantwortet er mit stetigen langsamer werden. Zu mind damals, also blieb nur der Klick. Und der nervt, wie nichts anderes auf der Welt. Zu mind aus meiner Sicht. Trotzdem erstaunlich, so eine Band in einem Computer.


Gespielt und aufgenommen am: 23.08.2013

Weihnachts Blues

Gewidmet meinem kleinen Bruder.

(Als Entschädigung dafür, dass er sich wegen meiner Verweigerung von Traditionen final im Badezimmer einschließen musste.)


Gespielt und aufgenommen am: 24.12.2011

Tanz mit mir ein Stück durchs Leben

Aufnahmen entstehen an sich ohne Namen, gespeichert wird am ehesten in der Tonart oder irgendwas, was mir als innerer Link helfen könnte. Der Name, das Aushängeschild, kommt meist hinterher. Die Bedeutung, die Deutung geht damit einher.

In diesem Fall bin ich ziemlich zufrieden mit dem Endergebnis beider Prozesse und der Synergieeffekte untereinander, eine klassische Win-Win Situation.

[Foto von Wandbild gemacht in Zur Glühlampe, Künstler unbekannt]


Gespielt und aufgenommen am: 01.09.2011

Nada

Nada war die Nachbarin von Jan. Alt, fast blind, sie tanzte gerne laut singend auf dem Balkon. Manchmal schaute er bei ihr vorbei, manchmal mit seiner Kamera. Einmal lief die Kamera, während beide, meist schweigend, zusammen saßen. Irgendwie fand die Aufnahme zu mir, und ich versuchte mich daran, am Klavier eine Musik zu finden, die in die Stille passte. Die erste Filmmusik.

Ein first take, etliche weitere Versuche kamen hinterher, aber es blieb final dann doch beim Ersten. Nicht auf den Film direkt gespielt, nur meine Emotion vom Video zum Klavier getragen. Den Moment, in dem beides das erste Mal zusammen kam, werde ich nicht vergessen.

Danke, Nada
Danke, Jan
❤️


Gespielt und aufgenommen am: 22.12.2011

Kubiklichtjahre

Ein Lied für einen Text. Es wurde ein CD mit 8 Aufnahmen daraus. 8 Texte, 8 Aufnahmen. Alle in einer Tonart (C-Moll / Es- Dur). Alle auf dem Thema des ersten Stückes Kubiklichtjahre basierend. Und doch alles eigenständige Lieder. Ein Konzeptalbum und aus der Liebe zu Texten entstanden. Stunden, die ich gesucht, etwas gefunden, und zum Thema erhoben habe und mich darin über eine längere Zeit verloren habe. Ich würde insgeheim sagen, dass es mein persönlicher Höhepunkt war. Jahre nach dem bescheinigten Höhepunkt der Klavierlehrerin. Es war mein persönlicher Höhepunkt, nicht im Können, aber im Wollen, Machen und Verrennen.

Die Tonart, einer meiner Lieblinge, war danach versaut. Ist sie bis jetzt. Sie wird immer mit diesen Aufnahmen verknüpft sein. Auch wenn ich versucht habe, zu vergessen. Sie bleibt hartnäckig. Dabei hatte ich eigentlich so sehr vergessen, dass ich mir sogar eine bleibende Erinnerung daran in mein Leben holte. Aber das verstand ich erst viel später, und das war ein sehr komischer Augenblick, als sprichwörtlich die Schuppen von den Augen fielen.

Auch wenn die 7 anderen Aufnahmen am Ende besser sind (weil später im Prozess), ist das Stück hier, das Wichtigste von den 8. Das Einfachste ist manchmal das Schwerste.


Gespielt und aufgenommen am: 09.02.2009