Jul 8 2009

Fieber

So stell ich mir das Jenseits der Toten vor:
Karbol, Eis und Scheiße.
Die Menschen kriegen nicht einmal Fieber
Wenn sie ihre eigene Pisse saufen.
Ich habe das Fieber der ganzen Welt in den Augen -
Und wie der Eiterstrahl der Syphilis
beißt sich das schwarze Fieber nackt und sterbend
in den geschwollnen blanken Beeren meines Herzens fest.
Ich verbrenne an meinem Fieberschaum
und mein Maul ist von Leidenschaft zerfetzt
wie der Unterleib eines verfolgten Tieres.
Ich bin ein Neugeborener mit Asche an den Hüften -
meine Mutter hat mich an der Nabelschnur
hochgeschleudert wie ein Hammer
und mitten in den aufgekratzten Arsch der Sonne!
Ich gehe aufrecht wie die jüngste Mutter und tobe
schreiend durch die Asche bis zum Maul und meine Augen
saufen von der Wut, die durch die abgesackten Himmel
schießt – Licht! Licht! ich fresse schwarze Flammen!
ich scheiße auf eure Gesetze! in mir ist alles schwarz
von Sonne! sie spritzt ihre rasenden Kerne in den
schäumenden Wald meines Körpers! mein Blut brüht wie
irrsinnige Hechte durch die Abflußrohre meiner Seele!
Ich bin ein Mutterkuchen!
ich will lieber von einer Tigermutter zerreißen
lassen, daß ich in ihren Hüften weiterschwinge! Dynamo! Dynamo!
Meine Haut ist mir zu eng – die Tränen explodieren unter
meiner Haut – ich bin wie ein Frosch in einem Glas und das
Licht knallt mir auf den Kopf und ich werde immer wieder
zurückgeschleudert von meinem Blick -
Sonne – Sonne – sie hat mir auf die weiche Stelle meines
Gehirns gespuckt – Strahlen Strahlen – schwarze drohend braune -
über mir – unter mir – in mich hinein wie in die schreiende
Brust einer Frau – in mein Eiterherz wie ein Kris -
Rasende Feuerkugel in mir -
Sonnen wie gefangene große Vögel
und fressen den Schrei in mich hinein
und baden ihre brüllenden Schwingen in meiner
wunden Seele – weiter weiter weiter weiter weiter!
Ich lasse die Sonne nicht mehr los, die mein Mädchenblut
gesoffen hat – und Asche Asche Asche.
Sie holen mich zum Morden -
ich bin ganz fleckig -
ich kann nicht mehr sehn, ob es Blumen gibt -
der Himmel ist in Streifen geschnitten
und einer soll gehängt werden —-

So stell ich mir das Jenseits der Toten vor:
Karbol, Eis und Scheiße.

Die Menschen kriegen nicht einmal Fieber
Wenn sie ihre eigene Pisse saufen.

Ich habe das Fieber der ganzen Welt in den Augen -
Und wie der Eiterstrahl der Syphilis
beißt sich das schwarze Fieber nackt und sterbend
in den geschwollnen blanken Beeren meines Herzens fest.

Ich verbrenne an meinem Fieberschaum
und mein Maul ist von Leidenschaft zerfetzt
wie der Unterleib eines verfolgten Tieres.
Ich bin ein Neugeborener mit Asche an den Hüften -
meine Mutter hat mich an der Nabelschnur
hochgeschleudert wie ein Hammer
und mitten in den aufgekratzten Arsch der Sonne!

Ich gehe aufrecht wie die jüngste Mutter und tobe
schreiend durch die Asche bis zum Maul und meine Augen
saufen von der Wut, die durch die abgesackten Himmel
schießt – Licht! Licht! ich fresse schwarze Flammen!
ich scheiße auf eure Gesetze! in mir ist alles schwarz
von Sonne! sie spritzt ihre rasenden Kerne in den
schäumenden Wald meines Körpers! mein Blut brüht wie
irrsinnige Hechte durch die Abflußrohre meiner Seele!

Ich bin ein Mutterkuchen!

Ich will mich lieber von einer Tigermutter zerreißen
lassen, daß ich in ihren Hüften weiterschwinge! Dynamo! Dynamo!

Meine Haut ist mir zu eng – die Tränen explodieren unter
meiner Haut – ich bin wie ein Frosch in einem Glas und das
Licht knallt mir auf den Kopf und ich werde immer wieder
zurückgeschleudert von meinem Blick -

Sonne – Sonne – sie hat mir auf die weiche Stelle meines
Gehirns gespuckt – Strahlen Strahlen – schwarze drohend braune -
über mir – unter mir – in mich hinein wie in die schreiende
Brust einer Frau – in mein Eiterherz wie ein Kris -

Rasende Feuerkugel in mir -
Sonnen wie gefangene große Vögel
und fressen den Schrei in mich hinein
und baden ihre brüllenden Schwingen in meiner
wunden Seele – weiter weiter weiter weiter weiter!
Ich lasse die Sonne nicht mehr los, die mein Mädchenblut
gesoffen hat – und Asche Asche Asche.

Sie holen mich zum Morden -
ich bin ganz fleckig -
ich kann nicht mehr sehn, ob es Blumen gibt -
der Himmel ist in Streifen geschnitten
und einer soll gehängt werden —-

(aus Klaus Kinski – Fieber – Tagebuch eines Aussätzigen)


Dez 17 2008

es muss nicht kompliziert sein

Es ist warm bis heiß. Ventilatoren fächern flappend die kleinen tanzenden Schneeflocken durch die Wohnung. Wenn es dunkel wird backen die Engel Schichtentorten und der ganze Himmel glüht davon. Die Eiszapfen am Fenster segeln klierend gen Boden, doch sind fast zerschmolzen, wenn sie den Boden berühren. Überall ein Hecheln und Röcheln. Die Luft ist stickig, hängt tief und lässt Tier und Mensch schwitzen. Die Straßen leergefegt, Bürgersteige sind überflüssig, da es sich mitten auf der Straße einfacher läuft. Fahrräder stehen verrostet an Häuserwänden, auf den Dächern von Autos haben sich kleine Biotope auf der Scheiße der Vögel gebildet, die die Straßen links und rechts säumen. Leben ist Arbeit genug, das Gehalt kommt in Form von Durst löschenden Lollis.

Abends wird auf den Dächer zur alter Grammophon Musik getanzt und im Schein einer der drei Monde der Sonnenaufgang abgewartet. Danach lauscht man gewöhnlich den vorbeiziehenden Vögeln, um informiert zu bleiben. Der liebe Gott hat entschlossen, sich anderen Projekten intensiver zu widmen und der Pabst hat sein Amt jeden Tag einem anderen überlassen und es in Pubst umbenannt. Demnach sollten die, die sich Frühs zum Pubst berufen fühlen bis Mittag spätestens ein Nuss Nougat Croissant und eine Tasse voll Waldmeister Wackelpudding verspeist haben. Nur dann darf man Nachmittags als Pubst dienen und sollte mindestens drei Erlasse im Sinne der Allgemeinheit erlassen. Die Allgemeinheit erkennt sich als Minderheit an, demnach darf auch in Ausnahmefällen ein direkter Minderheitenerlass beschlossen werden. Der darf aber als oberstes Ziel nur die Erhaltung der allgemeinen Heiterkeit umfassen. Ausserdem initiieren die Pübste immer die “laute Improvisation” zum Einbruch der Dunkelheit. Danach verliert man sein Amt.

Die laute Improvisation darf kein einziges vollständiges Wort enthalten. Es dürfen genau vier Minuten und 23 Sekunden nur jegliche Art von Sound erzeugt werden. Es gemeinsam zu tun bleibt oberstes Ziel. Es wird mit einem Nicken in jede Himmelsrichtung beendet. Und Nachmittags sollte man mindestens einmal mit den Schneeflocken tanzen. Und ab und an einen kleinen Schneemann bauen. Um ihn dann in der Sonne dahinschmelzen zu sehen.

Für die schwüleren Nächte mit erhitzten Gedanken gibt es die flexiblen Tage der Durchlüftung. Dann wedeln die Gute Nacht Feen für eine kühle Brise. Und die Insekten brummen in verschiedensten Obertönen.

Und aufhören zu träumen, wird bestraft und Träume gefährlich zu nennen, ist Hochverrat. Zur Strafe wird man verdonnert, dem Lebensfluss beim Gurgeln, Sprudeln, Plätschern zuzuhören. Und mindestens einen anderen Menschen zu einem tiefen Lächeln zu bewegen.

ganz einfach das…

 

to be continued …


Nov 25 2008

weisheiten, die die welt braucht

wenn die ganzen vaginas alle erst mal ordentlich verengt sind werden ärsche eh an bedeutung verlieren

Applaus!!!

{meine wenigkeit wäre verdammt stolz auf diesen satz, ist nur leider nicht von mir…}

 

Man lese auch:

taz - Designer-Vagina als Trend: Falsche Scham