Nov 2 2008

kurzreise

Nebel überall. Er verdeckt die Sicht, verschlingt Hochhäuser, als ob sie nicht wären. Die Strassen leergefegt, nur die Blätter liegend entschuldigend und als Platzhalter wirr in der Gegend umher. Es ist kalt, doch die Kälte frisst einen später nicht so sehr auf, wie man anfangs erwartet hat. Der Taxifahrer erzählt, dass es hier nicht nur gelbe Taxen gibt. Da wären auch rote oder schwarze. Das sei gar nicht mehr so selten. Das Taxi, über das ich meinen Kopf schüttelte, war halb gelb und schwarz und hatte vorne Fähnchen. Es wirkte irgendwie ein wenig gedehnt. Wie der Ansatz zu einer Limousine. Nur meilenweit davon entfernt. 

Zimmer voller Schreibmaschinen, diese alten Klapperdinger. Sogar eine Orga stand herum und wirkte immer mitunter noch am majestätischsten. Nicht das gleiche Modell wie im eigenen Zimmer, eher die Nummer größer. Barmenschen, die bei der Aussage Bionade belustigt mit der Rückfrage Beo oder Bio reagieren. Wenn man dann aber trotzdem auf seine Bionade besteht und dennoch Beo Heimat bekommt, hat man das Gefühl, den Witz nicht so ganz verstanden zu haben. Vor allem, wenn man den ersten Schluck genommen hat… Und ein Staubsauger, die mehr wie die motorisierte Version eines Hexenbesens aussehen.

Da ist man nun, wo man immer sein sollte und doch nie war. Irgendwie weiß man, dass es nicht gerade der tollste Zeitpunkt ist, um nun alles auf einen Schlag unterzubringen. Aber irgendwie funktioniert das in so einer Stadt dann doch irgendwie, so dass alle, die man einzeln besuchen würde, da sind.  So zwischen den Schreibmaschinen und Beos. Und irgendwie könnte man leicht überfordert damit sein, was mit einem Schlag zusammenkommt.

Der Nebel scheint an dem Ort sehr hartnäckig zu sein. Irgendwie bleibt er in meinem Kopf, will sich nicht ganz vertreiben lassen. Der Raum hat etwas von einer Familienfeier, eine die ausgelassen ist. 

Das schönste Bild bleibt eine Gastgeberin, die irgendwann spät auf einem Stuhl still von einem in den anderen Raum schaut, Gedanken verloren. Da und doch wo ganz anders. Der Augenblick, in dem man versteht, dass man selbst nicht da ist. Irgendwo, genauso wenig wie man erahnen kann, wo der Mensch auf dem Stuhl vor einem gedanklich gerade ist.

 

Es tut fast gut, durch die Kälte zu laufen und sich die Häuser anzuschauen. Ankommen, bevor man wieder fährt. Akzeptieren, dass man kein bisschen schlauer geworden ist. Auch wenn man es sich gerne immer wieder einreden will. Oder mann könnte auch sagen: Was meinste, wie ein Kuss jetzt eigentlich wäre? Und wenn man es probiert, setzt sich die Freundin dahinter und schreit ganz laut, iiiihhh, wie eklig. Das war jedenfalls ein schönes Bild zum Abschied. Und es ist nicht das Begehren geliebt zu werden, sondern das Begehren eines Liebenden, dass es zu begehren gilt. word… und bampige beats hätte es früher gebraucht.

 

Der Zug macht ratatatatat.
Nebel überall. Kleine Dörfer mittendrin.
Als ob jemand der lieben Welt eine Dunstglocke aufgestülpt hätte.
Der Zug macht noch immer ratatatatat.
Die Gedanken werden langsam müde, nachdem sie weit gereist sind.
Ich werde irgendwann noch einmal kommen müssen…


Okt 6 2008

Big Jumps

Verdammt, man lebt nur einmal. Man hat nur eine einmal große Chance, die große Chance. Möglichkeiten ohne Ende. Und man beschäftigt sich die ganze Zeit damit, die kleinen Krümel von dem großen Kuchen zu picken. Wie bei einem Streuselkuchen. Streusel für Streusel, vom kleinen bis zum größten. Bis keine Streusel mehr übrig sein mögen. Nur gibt es viel zu viele Streusel damit der nackte Kuchen irgendwann einmal einen anstrahlt. Anstatt sich zu mindestens ein dickes Stück des Kuchens einzufahren streuselt man vor sich hin. Und wenn man erstmal mit dem Streuseln angefangen hat…

Muhar, man kann sich gar nicht genug gehen lassen. Auf Arbeit das Radio auf- oder abdrehen und zu dem Song des Momentes das Haar fliegen zu lassen. Laut schreien, seinen Computer beschimpfen, die dumme Sau. Den Blick geradeaus und nicht loslassen, mitten im Gehen einen kurzen Moment auszuflippen und abzuspacken. Auf dem Fahrrad wild mit den Händen dirigieren im dichten Morgenverkehr. Den dreckigsten Gedanken nicht ausweichen sondern immer auf Tasche haben. Andere Menschen kitzeln, egal wie sehr sie einen für einen Freak halten mögen.

Das könnte Teil einer Entkrümelungs-Therapie sein… individuell weiter gestaltbar. Damit man irgendwann mal mindestens ein Kuchenstück schafft.

Bis dahin, vielleicht Lieder, wie Big Jumps von Emiliana Torrini hören (Audio Player rechts, rechter Button “Release Player”). Und yezzzzzzzzzzzzzzzz schreien oder verdammt laut denken. Oder so ähnlich. Ach ja, die Frau lieben! Unbedingt, und dafür, dass man sie so lange übersehen hat, sollte man sich ungemein schämen.

Nur mal so gesagt, war gerade nur so ein Bedürfnis… und Pflaumenkuchen rockt … muhar!


Sep 30 2008

Fensterblick

Ich sehe durch Fenster und sehe Leben an mir vorbeibrausen. Ungefähr so, wie im Zug. Wenn man einen Fensterplatz ergattern konnte. Und dann immer wieder einen Punkt anvisiert, ihm mit dem Kopf folgt, bis er hinter einem verschwindet. Es gibt kein zurück, es gibt nur viele weitere mögliche Punkte, die man anvisieren kann. Es gibt eine Notbremse, sicherlich. Aber wann weiss man schon vorher, ob man sie lieber gezogen hätte? 

bahnfahrt feld

Fenster werden auch Brillen genannt. Leben ist eine lange lange Zugreise. Ein stetiges Ankommen und Weiterfahren. 

Ich liebe es, das Innenleben sowie Aussenleben während einer Zugfahrt. Die Flut von Bildern und Eindrücken. Dass am Fenster sitzen und in der Aussenwelt die Innenwelt gespiegelt zu sehen. Ich würde am liebsten immer eine Filmkamera im Kopf haben. Kleine Mikrofilme, die so wundervoll banal und minimal und doch so voll und reich sein könnten. 

Es gibt einen weit entfernten Horizont und während draussen nur Weite vorzufinden ist, kann man innen durchaus auch gedankliche Enge vorfinden. Geordnet auf Sitzbänken, Seite an Seite, Rücken an Rücken. 

Bahnfahrt innen

Ein kleines Lächeln kann da schon die Enge sprengen. Das ratatat hält die Tränen der Melancholie zurück. 

Und trotz Alltag, trotz all dem Ein,- und Aussteigen, bleibt immer wieder die Melancholie, wenn man durch seine Fenster schaut und Punkte zu fixieren versucht. Der Versuch, Flüchtiges festzuhalten.

Das “verdammt”, wenn wieder etwas flüchtig geblieben war, obwohl man sich noch nicht satt gesehen hat.


Mai 22 2008

Wer ist eigentlich Paul?

Das ist auf jeden Fall ein Satz, den ich schon immer einmal schreiben wollte.
Zeit es zu tun.

Und eine Klingel ist etwas unglaublich fantastisch, auf vielerlei Weisen. Sie stiftet im kaputten Zustand unglaublich angenehme Stille. Überall klingelt es, nur bei einem selbst nicht. Das tut alleine dann schon gut, wenn es überall gleichzeitig klingelt. Und wenn man dann rangehen würde und “hallo?” fragt, dann würde dieses unglaublichst ätzendste “wääääärbung” kommen, das ich je in meinem Leben gehört hab. Das hört sich immer so unglaublich genervt an, dass ich darauf verzichte, den Türöffner zu drücken. Keine Klingel, keine Werbeklingler, toll. Nur noch Leute, die klopfen, weil Eingangstüren kein Hindernis sein müssen (man lernt ja dazu). Also so ne kaputte Klingel hat was. Mein Untermieter hat sie selbst abgeklemmt, auch ne Lösung. Ich hab einfach gewartet. Das reichte voll aus.

Und nun geht sie wieder, die Klingel, mit dem unglaublich netten Ton. Und das Ding ist nicht gerade leise, nein, es ist laut, selbst wenn man es ganz leise stellt. Laut, dass ich davon aufwache, ohne Wecker. Fies laut. Es zerfetzt auf jeden Fall den Gedanken, den man gerade hatte. Sie ist bestimmt ungefähr so laut, wie mein Klavier. Also so ungefähr einige Etagen dürften davon etwas mitbekommen. Das mag bei der Klingel schon ein wenig komisch sein, bei dem Klavier ist das leicht unerträglich. Vor allem wenn man in einem Haus groß geworden ist, wo man nur Brüder und Eltern traktieren konnte. Das tat man ja durchaus auch mal allzugerne. Dafür gabs dann per Saxophon und Akkordeon zurück. In dem Haus gab es nur eine Tür, die man geschlossen hat, und dann war man allein, mit seinem Klavier, da konnte unglaublich viel drum herum einfach verschwinden. Mit all den Jahren dort konnte ich das irgendwann durchaus einfach, schnell in diese Welt zu finden. Ich hab nie darüber nachgedacht, wie das wohl wirklich für die Anderen sein mag. Ab und an gab es einen Kommentar der Eltern, aber so etwas ist ja den Erwartungen gemäß sehr wohlwollend meist. Wirklich darüber nachgedacht habe ich erst, als in meiner ersten eigenen Wohnung mit meinem Klavier stand. Und da gab es Mieter neben mir, über mir und unter mir. Unter mir sogar eine Opernsängerin. Und das war irgendwie ab dem Augenblick eine Änderung im Verhältnis zu meinem Klavier. 

Es ist das eine, in Gedanken etwas oder jemanden nachhängend, vor sich hin zu spielen. Es ist aber etwas komplett anderes, im Kopf zu haben, dass man umringt ist von “stillen” Zuhörern. Man zieht in ein fremdes Haus und bringt seine Melodien mit und breitet sie dort aus, ob die anderen nun wollen oder nicht. Sie werden einfach zum Zuhören verdammt. Also hoffte ich, damals mit der Opernsängerin, wie auch heute, dass meine lieben Nachbarn möglichst nicht zu Hause sind. Weil ich grundsätzlich davon ausgehe, dass es unglaublich auf den Sack gehen muss, so ein Klavierspieler. Unberechenbar, auf einmal wird es einfach laut, ob man will oder nicht. Als Sohn eines halben Diplomaten, suche ich da von mir aus ja schon den möglichst nicht so penetranten Weg. Ich spiele eigentlich keine Läufe. Das ist zwar in sich sehr nerdig es zu tun, aber es nervt unglaublich. Also lasse ich es lieber. Und Noten üben… das ist am Ende auch viel zu anstrengend, all die Fehler, die man da immer wieder macht. Ich reduziere es also auf die Eigenheit. Da glaube ich zwar auch, dass es vor allem auf Dauer nervt, aber ich weiß zu  mindestens, das mir so am wenigsten Fehler unterlaufen. Oder ich sie weitaus besser kaschieren kann. Dass mir meine Mutter dann immer erzählt, dass ihr mein Klavierspiel fehle, auch wegen dem Emotionsausdruck, stimmt mich an dem Punkt nicht wirklich glücklich, denn sie hat wohl nicht so unrecht damit. Also ein Musiker würde sagen, mein Gott, ist der heute wieder moll. Oder anders herum: ha, heute ist er aber durig, da muss ja was passiert sein.

Meine lieben stillen Zuhörer sind also am Ende nicht nur genervt, sondern auch noch Zeuge andauernden Emotionsausdruck. Und meist bleiben sie einfach still. Die Opernsängerin sagte mir beim Auszug, dass sie es sehr genossen hätte (und ich schämte mich jedes Mal für das verstimmte Klavier!) und dass es schade wäre, dass es nun weg wäre. Nach 3 Jahren ein Kommentar. 

Ich dachte bei der Wohnung, dass sie hellhörig wäre. Meine jetzige ist es definitiv. Ich weiß gar nicht, ob die Umschreibung noch irgendwie zutreffend ist. Hier braucht es jedenfalls keine Wanzen, hier könnte man den Klogang am Ende noch zwei Etagen tiefer mit protokollieren. Die Dielen knitschen und knatschen unglaublich. Jeder Schritt dürfte unten ankommen. Also ich glaube, dass Klavier hört sich nebenan ungefähr genauso an, wie in meinem Zimmer sitzend. Angenehme Zimmerlautstärke wahrscheinlich ;)

Die Berliner sind ja ein wenig straighter sagt man. Der Mieter unter mir ist das jedenfalls. Der fragte irgendwann einmal an, ob ich das denn selbst spielen würde und welcher Komponist das dann wäre. Ich sagte, der Komponist bin sozusagen ich. Irgendwie hatte ich das Gefühl, er versteht das nicht so ganz genau. Aber ist ja auch unwichtig. Ich wüsste nur zu gern, an wen es ihn erinnert, an welchen Komponisten. Er versprach es mir auf einen Zettel zu schreiben, sobald es ihm einfallen würde. Ich warte schon lange auf den Zettel ;) … aber dafür weiß ich, dass ich das mit dem “Fluss” gerne Samstag ab 17h spielen dürfe. Dieser “Fluss” hat ihm wohl gefallen, ich glaube, er meint das repetive. Ich hänge ja manchmal gerne in Loops fest. Seitdem spiele ich möglichst immer Samstags um 17h Klavier, weil der Mensch es ja mag, wenn er sich auf etwas verlassen kann. Und dass es ein richtiges Klavier war, störte ihn gar nicht, das entzückte ihn sogar.

Einer von den vielen stillen Zuhörern. Und “Wer ist eigentlich Paul?” passt perfekt dazu. Paul ist auch ein stiller Zuhörer. Und bei Paul bin ich mir ungemein unsicher. Paul ist eher noch ein junger Mann am Ende gleichalt wie ich. Er mag wohl eher HipHop, Rock und dicken Bass. Keine Ahnung ob er Klavier mag. Aber nach vielen Monaten Klaviermusik, wäre ich Paul, ich würde meinen Bass wohl immer fleißig aufdrehen. Oder einfach die Wohnung verlassen? Die Tür knallt schon manchmal kurz nachdem ich angefangen habe zu spielen ins Schloss. Und über mir knarzt es manchmal auch ganz gut. In meiner früheren Wohnung hatte ich immer den Eindruck, dass die Nachbarn über mir anfingen zu hüpfen, wenn es ihnen reichte. Ja, da sind unglaublich viele Geräusche in so einem Haus, und wenn man Klavier spielt, dann geht man irgendwie mit jedem so leicht in Resonanz, und bei knallenden Türen muss man sich nur sagen, dass er es immer so macht. Und wenn ich Paul mal begegne, bin ich immer leicht versucht, mich zu entschuldigen. Sollte ich vielleicht nicht, und das Gefühl an sich ist auch komisch. Aber es macht auch wiederum Sinn, so Wand an Wand lebend. 

Um noch einmal zu der Klingel zu kommen, schließlich muss die noch ihren Sinn erfüllen. Wenn man nun Klavier spielt und es überall leise ist, kein Bass, kein Hüpfen, keine knallenden Türen, und wenn man ein wenig in sich versunken ist, dann ist das fieseste, wenn man von der Klingel herausgerissen wird. 

Wenn man aber gerade aufgehört hat zu spielen, und in diesem Tonbrei noch weiterschwimmt, gedanklich wo ganz anders gestrandet ist, und dann auf einmal die Klingel ertönt, dann ist das leicht, wie aus dem Schlaf gerissen zu werden. Dass man dann, wenn man die Tür geöffnet hat, gesagt bekommt, dass es schön war, ist wie… Ich war auf jeden Fall sehr verdattert, noch eher eine Lautstärken Kritik erwartend, so etwas zu hören. Da stand ein stiller Zuhörer, der nicht mehr still war, weil er die Klingel betätigt hat. Und mit Lob kann ich noch schlechter als mit Kritik umgehen. 

Es ist wundervoll, zu erfahren, dass es nicht nur Last sein muss, sondern auch “schön” sein kann. Es ist komisch, diesen Kommentar aus der Stille, von wo man ihn nicht erwartet, zu bekommen, angekündigt per Klingel. Es wirft nur die Frage auf, wie es wohl sein mag, für jemand zu spielen, der es “schön” fand. Samstag 17h den Fluss, das ist erfüllbar. Schön ist eine schwere Herausforderung, allein in Gedanken. Weil der Musiker hätte heute wohl eher gesagt, man man, das war aber wieder mollig mit einer versuchten Rettung zum Schluss, ausserdem leicht verwirrt und das Ziel aus den Augen verlierend. (Ja, ich möchte wirklich keinen Musiktherapeuten als Nachbarn haben, ganz ganz ehrlich. Das wäre arg schlimm.) So bleibt die Chance, das “schön” selbst einzuordnen. Es war schön mollig. Es war schön verwirrt.

Ich hab schon vor einigen Menschen Klavier gespielt, und dann doch meist so, dass man sich des Publikums bewusst war. Einfach so Publikum zu haben, dass es am Ende auch noch schön findet, ist gar nicht so einfach. Es ist irgendwie da, und doch auch wieder nicht, du hockst mit dem Klavier in ihrem Wohnzimmer sozusagen, aber doch scheint keiner da zu sein, der eigentlich zuhört. Es gibt nicht mehr die magische Tür, die man schließen kann, um in seinem Reich zu sein. Und wenn ich wählen könnte, würde ich wohl eher immer “mit” jemand spielen, der real existiert, hinter, vor oder neben mir sitzt. Das ist greifbarere Interaktion, als stille Zuhörer hinter Mauern. 

 

Und doch ist es irgendwie angenehm spannend, wenn man von solch einer Klingel überrascht wird. Und es ist so was von klar, dass es eher vor dem Auszug passiert, als kurz nach dem Einzug.

Und nein, Paul war nicht der Klingler, wer Paul auch immer sein mag. Paul ist ein fiktiver stiller Zuhörer in diesem Sinne. Und wenn Paul Musiktherapeut wäre, dann würde er ne Menge wissen über mich. Paul wird auf jeden Fall beim Auszug eine Cd bekommen, das hab ich mir fest genommen. Ich stell mir das an sich toll vor. Diese Cd ist dann nämlich seine absolute Garantie, die Emosülzerei nur noch dann zu hören, wenn er es wollte. Es gibt auch so tolle Cd Schredder, die eignen sich dann notfalls zum perfekten, endgültigen Aggressionsabbau.

So ist das mit all den Pauls um mich herum und der Klingel.

 

Und der Klingler: merci beaucoup, ich war zu verdattert für eine sinnvolle Reaktion.
Es hat mich sehr gefreut!
 


Mai 14 2008

Drei Punkte. Am Mac idealer Weise per alt+’.’ erzeugt. Das ist nicht das selbe wie drei Punkte hintereinander. Die schauen nämlich so aus:
… und die richtige Variante schaut folgend aus:
… (und in hier dann doch wieder fast gleiche Optik, man probiere es selbst…)
Jaja, da gibt es einen Unterschied. Die richtige Variante nennt sich “Ellipse”. So hab ich das gerade jedenfalls in der Wikipedia gefunden. (Ein tolles Beispiel für Google Suchergebnis Titel Contest ergab das – sehr herrlich). Soso, Ellipse also: Ellipse (griechisch έλλειψιςélleipsis – das Fehlen, die Aussparung, Auslassung insbesondere inmitten von etwas).

Ich liebe es ja, wenn man auf einmal einen Namen für etwas hat, was man schon die ganze Zeit macht. Die meisten bekommen das mit der alt Taste sowieso nicht mit und denken am Ende, dass ich voll einen an der Klatsche habe, weil ich penetrant überall und immer drei Punkte hintereinander mache (das muss ja anstregend sein!).

Nunja, erstens ist es also ein handliches Vergnügen, auf die alt und die . Taste gleichzeitig zu donnern, das ist ungemein viel lustvoller in der Handlung als ein langweiliger ‘.’ alleine. Und zweitens ist es eines der wundervollsten Zeichen, die es gibt. Es ist nämlich nicht: Punkt! Punkt! Punkt!, sondern viel geschmeidiger, so ein weglassen und doch weiterdenken. Drei Punkte kehren das Prinzip des Punktes sozusagen für mich durchaus um. Da ist kein Ende, sondern da geht es weiter, aber die Worte reichen am Ende nicht aus. Sozusagen durchaus eine Auslassung, weil es so unglaublich schwer ist, all seine Gedanken zu Papier zu bringen. Oder diesen einen bestimmten Gedanken…

Drei Punkte sind also in sich eher hilflos und bei weitem nicht so stark wie ein einzelner Punkt, der immer irgendwie ein Ende markiert. Es gibt Texte, die nagel ich voll Ellipsen, der Text ist zum Schluss entweder ein Fluss oder absolut ausgefranst, das kommt auf den Betrachtungswinkel an.

Ich liebe das Zeichen auf jeden Fall unglaublich.
Was würde ich nur ohne es tun¿ (ha, da geht noch einiges¡ )

Nichts könnte besser für Gedanken stehen.

 

 

 

das musste einfach einmal gesagt sein!
auf noch unglaublich viele dieser Ellipsen…


Für Unverständlichkeit stehen die wohl auch: Ellipse und Ellipsoid.
Verdammt, da rumpelt es im Gedächtnis. Da war doch mal was… das nannte man Mathe Unterricht… richtig… verdammt… also ich war auf jeden Fall mal wissender als ich es jetzt bin… aber ich würde auch alle meine Joker bei Quizspielen schon bei den ersten fünf Fragen verzocken. Wahrscheinlich sogar bei einer Frage wie: Die Tastenkombination für das @ Zeichen auf Windows. Da würde ich mir nur denken… alt… grrrrrrrrrrrrr… und meinen Telefonjoker verzocken. Dafür könnte ich für Mac entgegen fragen, von welchem System er es wissen wollen würde. Ich frage mich nur gerade, welches Mac OS dann wohl zum ersten Mal dieses Zeichen enthielt: 6, 7,8 oder 9? Lange lebe alt+shift+1.

… 

Übrigens, ich bin mir fast ziemlich sicher, dass alt+’.’ schon immer im System steckte. Das würde zu Jobs passen. Es sind nämlich durchaus die Kleinigkeiten.

und Ellipsen auf Windows? Man kläre mich auf!

und Schande allen Programmen, die das Zeichen nicht unterstützen, weglassen oder zerstückeln! das ist ganz böse und pfui.