Pianocity Berlin

Irgendwann war einmal eine Idee, die man eigentlich ganz gut fand, doch je mehr Nächte man darüber schlief, desto mehr Bedenken kamen einen. Noch dazu war das Problem der Durchführung nicht einfach ohne eigenen Aktionismus durchführbar. So bleiben Ideen gerne liegen, und liegen. Wenn man sie allerdings nicht vergessen kann, sollte man sie dann vielleicht doch einmal Realität werden lassen.

Das als knapper Hintergrund, wie es dazu kam, dass ich mich im Frühling auf pianocity-berlin.com angemeldet habe. Mir erschien es allzu praktisch, sich sozusagen dazu zu zwingen (zu lassen), die ursprüngliche Idee endlich in die Tat umzusetzen. An Pianocity Berlin entzückte mich die Idee, Berliner Klaviere gebündelt erklingen zu lassen. Es erinnerte mich ein wenig an die Berliner Klaviere, die man dieses Jahr in Berlin in den Parks finden konnte. Beides fand ich unglaublich charmant. Dass Pianocity Berlin nun auch ein Web 2.0 Festival ist, nunja, so ist das wohl heutzutage, es braucht halt auch einen leicht faden Beigeschmack (ist das eigentlich nicht schon voll Web 3.0, vom Netz zurück ins real life und so?)

So kann man sich nun durch sehr viele Videos klicken und irgendwelchen Pianisten dabei zusehen, wie sie komische Dinge in eine Kamera erzählen und ihr Können demonstrieren. Und wenn man es lieber geordnet hat, dann klickt man sich durch das Programm und bekommt dort die über 70 Pianisten, die an den zwei Tagen (23./24. Oktober) spielen werden. Kann man ganz schick auch nach Stadtteilen und Tagen filtern. Natürlich kann man sich dann auch eine Karte für 5,- € kaufen und an einem der Konzerte teilnehmen, sich in irgend ein fremdes Zimmer setzen und Klaviermusik lauschen, das ist sozusagen die Idee von Pianocity Berlin. Und ich finde, sie haben durchaus ziemlich interessante Leute angesammelt (wem es unter dem Dach mit 15 anderen zu eng ist, der ist vielleicht bei Simon James Phillips am Samstag 17h mit 150 PLätzen besser aufgehoben). Es lohnt sich auf jeden Fall, im Programm zu stöbern!

Und damit wären wir wieder bei der ursprünglichen Idee. Und bei der Idee ging es nicht nur um Klaviermusik, sondern auch um Bilder, Fotos von Jan Michalko um genau zu sein. So ungefähr, weil Jan sich immer beschwert, dass ich nie öffentlich spiele. Mache ich, wenn ich zu deinen Bildern spielen darf, war mein Einwand. Das würde mir immerhin ermöglichen, einmal ordentlich Danke zu sagen, weil Fotos und das, was beim Schauen auf Fotos in einem passiert, das bekomme ich nie so wirklich in Worte gefasst, ausser vielleicht der Aussage, dass dieses oder jenes Foto wirklich ein tolles Foto ist. Diese Idee ist nun schon ein gute Weile lang “in Planung” gewesen. Am 23. Oktober um 21h wäre es nun soweit. Und da wir beide im Wedding zu Hause sind, vertreten wir damit den Stadtteil Wedding, wahrscheinlich auf die eher entspannte Art und Weise, ohne ausgedrucktes Programm und in ganz alltäglicher Kleidung, in kleiner gemütlichen Runde.

Wer also Lust darauf hat, das Klavier, dem man hier vielleicht schon einmal zugehört hat, ohne digitale Verarbeitung dazwischen zu hören, und/oder Fotos von Jan im neuen Kontext zu erleben, es wäre nun die Möglichkeit gegeben…

Piano City Berlin

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