Mein bester Freund

Zeit für einen rant der grundständigen Art.

Es sei darauf hingewiesen, dass folgende Bemerkungen nur meine eigene Meinung widerspiegeln. Jegliche Annahme, dass ich hier allgemein gültige Aussagen treffe, will ich hiermit grundsätzlich in Frage stellen. Mir ist sehr wohl bewusst, dass meine Meinung an vielen Punkten nicht der Meinung von vielen anderen entspricht. Aber man darf ja zum Glück noch seine eigene Meinung haben.

Ich bin es extrem leid, mich immer wieder erklären zu müssen. Das muss ich nämlich ständig, so ungefähr fast immer, wenn man mit anderen Menschen zusammenkommt und das Anliegen weder Arbeit noch ein zukünftiges Projekt in der Entstehungsphase ist. Dennoch kann man selbst dort in Erklärungsnot kommen. Am häufigsten aber, wenn es um das Feiern oder Festlichkeiten geht.

Egal ob ich nun in Amsterdam oder Berlin die eigenen vier Wände verlasse, es begegnet mir immer wieder die gleiche Erklärungsnot. Die Erklärungsnot, die nicht einmal durch viele Jahre Konfrontation mit dieser Frage verschwindet, wie sonst eigentlich bei jeder anderen Frage. Man wird älter, und die Fragen bleiben sich recht ähnlich. Den meisten kann man also sehr gelassen entgegen blicken, angefangen bei “wie geht’s”, “wie läufts”, “was machste denn gerade” oder “na?”. Das bekommt man inzwischen je nach Lust und Laune entsprechend abgefertigt. Ohne feuchte Hände oder ein schlechtes Gewissen.

Nur eine Frage blieb über all die Jahre gleich und immer wieder aufs neue ein Fest (der eher unangenehmen Art). Und in den wenigsten Fällen wird sie überhaupt ausgesprochen, aber sie steht fast jedem, der dieses Fass aufmacht, ins Gesicht geschrieben. Dem, der mich im Club fragt, was ich trinken will und nicht “Bier” oder sonst ein alkoholisches Getränk als Antwort präsentiert bekommt. Oder dem, der mir in einer Runde den Wodka oder Wein weiterreicht und ich ihn wortlos weitergebe. Und das waren die harmlosesten Situationen. Kompliziert wird es im Ausland oder in familiären Kontexten. Der liebe Vater der Freundin, der nicht verstehen will, dass er keinen Verbündeten in dem Freund seiner Tochter hat. Im Ausland die Menschen, die jemanden, der keinen Alkohol trinkt, anscheinend noch nie kennen gelernt haben. Menschen aus dem Osten haben dafür definitiv kein Verständnis und sie ignorieren einfach fleissig alle voraus gegangen Erklärungen. Sie haben noch so fleissig genickt und zugestimmt, ihr eigenes Alkohol Problem analysiert, aber dann doch wieder einen Scharfen vor einen abgestellt. Genauso, wie in einem Griechenlokal zur Begrüßung erstmal ein kleines Gläschen gereicht wird, ohne dass man danach verlangen würde.

Es gibt ungefähr wirklich verdammt, verdammt viele Situationen, in der der Genuss von Alkohol vorgesehen ist und ich vermute, kaum einer ist sich dessen in irgend einer Weise bewusst, weil das kein kurzes Brainstorming wäre, die Sammlung ist unendlich lang. Und ich glaube, ich habe eine gewisse Vorstellung, was ein trockener Alkoholiker alltäglich durchmachen muss. Und ich vermute sehr, dass es absolut widerlich sein muss, sich penetrant immer wieder seiner Laster erinnern zu lassen. Sich ebenso immer wieder erklären zu müssen, eine Erklärung parat zu haben. Mich wundert die Erklärungsformel der Anonymen Alkoholiker nicht mehr, ich verstehe sie vielmehr als notwendiges Übel, um sich mehr Stress vom Leibe zu halten, weil definitiv: diese Erklärungsformel funktioniert wunderbar, man hat damit sofortiges Schweigen erzeugt und bekommt keine weitere Frage.

Meine Lust ist dennoch verschwindend gering, mich als trockenen Alkoholiker auszugeben. Das bin ich nicht und war ich nicht. Ja, die Droge ist mir nicht unbekannt, ich habe sie selbst von 14-16 erfolgreich viel konsumiert. Und unter viel kann man durchaus die bayerische Messlatte anlegen. Scharf war mir nie scharf genug, ab 80% (Strohkorn) fand ich es körperlich definitiv interessanter als der grenzenlosen Konsum von Bier und Wein, was mir nie wirklich schmecken wollte. Ich habe es definitiv nicht mit herben Getränken. Nicht ohne Grund ist mir eine Coke (Spezi!) jederzeit lieber als die Vorstellung eines süffigen kalten Weizens. Es gab in den letzten 10 Jahren keinen einzigen Moment, in dem ich Sehnsucht nach einem alkoholischen Getränk hatte. Keine Minute, keine Sekunde hatte ich etwas vermisst, es gibt genug nicht-alkoholische Getränke, die geschmacklich nichts vermissen lassen. Vermutlich bin ich da Kind geblieben. Aber  selbst das Radler im Sommer unter der Sonne schmeckt eben nach Bier, das wiederum hinterlässt immer einen schalen Nachgeschmack und schmeckt eben vor allem auch nach einem: Alkohol. Und den Geschmack bekomme ich inzwischen so gut heraus sondiert, dass ich mich durchaus an dem Vegetarier messen kann, der ein Essen, dass mit dem Fleischkochlöffel umgerührt wurde, nicht anrührt. Nazitum und so… aber ich habe jetzt noch nicht mit Essen, ergo Kuchen, Soßen, Pralinen und all dem Geschnodder angefangen.

Den Alkohol Geschmackssinn habe ich mir schon bei sogenannten Begrüßungsdrinks bestätigen lassen. Der Kellner, der versichert, dass da kein Alkohol drin wäre, nein, so gar nicht. Auf erneute Nachfrage dann aber doch ein Schuss Sekt drin war, aber wirklich, das sei nicht der Rede wert, nur so ein klitzekleines Tröpfchen. Und ich war froh, dass ich doch Recht hatte, einen ganzen Tisch um mich herum, der absolut davon überzeugt war, dass kein Alkohol enthalten wäre mir gegenüber. Inzwischen trinke ich es einfach und vertraue auf meine Geschmacksnerven. Das Nachfragen und Diskutieren erspare ich mir, das ist nur von Vorteil, wenn man von Anfang an eine komplizierte Atmosphäre schaffen will.

Was wiederum eine wunderbare Überführung ist: Überhaupt, man sollte es so wenig zum Thema machen, wie möglich. Weil alles andere führt nur zu sehr komplizierten Situationen, die man in den seltensten Fällen haben will. Im Idealfall ignoriert man das einfach und spielt mit, soweit es irgendwie möglich ist. Ein Arrangement zu finden für sich selbst, ist nicht immer unbedingt leicht. Egal, wie sehr man Fussball und Alkohol hasst, man muss sich arrangieren, irgendwie mitreden können, sonst bleibt man verdammt oft komplett aussen vor.

Man nehme eine ganze normale WG Party. Eine Wohnung vollgestopft mit Menschen, vorzugsweiße im Winter. Rauchen ist nur auf dem Balkon. Das ist absoluter fail nr. 1. Wo nicht geraucht wird, ist es meist nicht so ganz durch, da kann man frühestens um 1-2h zum Indoor Rauchen übergehen, weil alle genug im Kasten haben. Bis dahin ist aktives Trinken angesagt. Leitungswasser vs. Bier und andere alkoholischen Getränken. Man unterstehe sich, an der Cola zu bedienen. Die bösen Blicke der Cocktail Fraktion sind einem damit 100% sicher. Und spätestens ab dem zweiten Glas wird man darüber aufgeklärt, dass man die Coke noch für andere Dinge braucht. Also einfach mit Bionade einlaufen, das löst ein wenig das Problem.

Und wenn man dann mit jemanden redet, anstößt oder gefragt wird, was man trinken will, dann kommt es ganz schnell zu folgenden Gesprächen, vor allem mit Frauen irgendwie, Männer sind anscheinend dann doch von Natur aus mehr zweifelnder Natur, was weiss ich.

“Fährst du noch oder wie? – Naja, mit dem Rad und der BVG vielleicht? – Aha – Pause – Hast du wohl gestern zu sehr gefeiert? – Eigentlich nicht, ich trinke gewöhnlich kein Alkohol. – Wow, wirklich? – Schon, ja. – Krass, so gar kein Alkohol oder wie? – Ne, eigentlich nicht, schon so seit über 10 Jahren nicht. – Waaaaaas!? Das ist ja krass!!!1elf! – Pause – und warum machst du das so? Hast du mal schlechte Erfahrungen damit gemacht oder wie? (Ganz beliebte Frage im sozialen Umfeld – eine andere Version wäre: Aus Überzeugung oder wie? Nebenbei bemerkt, mich hat noch _nie_ jemand gefragt, ob ich denn dann so zum Islam tangiere, von wegen Bart und so. DAS fände ich mal naheliegend.)”

Und was soll man dann nun erzählen?
Ich habe ungefähr x verschiedene Antworten darauf parat. Und je nach Milieu funktionieren die auch entsprechend gut. Nur ist von da an so eine Art Schublade offen, in die man gepackt wird. Es gibt, vor allem bei Frauen, danach keine wirklich bohrenden Fragen mehr. Ich weiss ja nicht, ob da so ein Selbstreflexionsmoment einsetzt oder was auch immer daran interessant sein sollte, um sich weiter darüber zu unterhalten, oder ob ich doch ein wenig der Fähigkeit meines Vaters geerbt habe, gute Geschichten zu erfinden. Meine Lust auf weitere Ausführungen gehen inzwischen gegen absolut null. Weil es meiner Ansicht nach absolut Scheiss egal sein sollte, ob man nun trinkt, kifft, spritzt, whatever. Keiner will als Spiegel für einen anderen herhalten. Und warum gerade ich dann als Saubermannprojektionsfläche dienen muss, ist mir ein absolutes Rätsel. Es gibt wenigstens Männer, die auf die großartige Idee kommen, doch noch einmal nachzufragen, wie koscher das eigentlich dann so ist an sich. Aber wer mich in die saubere Schublade stecken will, why not, es soll mir eine Freude sein.

Solche und andere dumme Unterhaltungen hat man dann, bis die Stöcke aus den Ärschen verschwinden, der Pegel passt, und alles so langsam einen Sinn macht. Wunderbar, dann kann man rauchend und grinsend durch die Wohnung eiern und seinen Spass mit den eingepegelten Leuten haben. Doch Alkohol alleine hat ein relativ kurzes Peak, es ist meist schneller vorbei, als es eigentlich wirklich angefangen hat. Ab 5 wird es in den WGs oft trostlos und langsam leer. Der harte Kern der noch durch die Wohnung fällt, den Blickwinkel auf ein Minimum zusammengeschrumpft, Bierflasche links und rechts mitnehmend. Mir tut das immer ein wenig weh, dass schale Bier, dass zwischen die Dielen fließt. Der Teppich mit den Brand,- und Rotweinflecken. (Ich bin Raucher und habe es noch _nie_ geschafft, ein Brandfleck in einen Teppich zu setzen.) Es ist ja meist nicht die eigene Wohnung, aber es bleibt mir ein Rätsel, wie man sich so zusammenrichten kann, dass man so etwas nicht mehr mitbekommt.

Und genau das ist der eigentliche Rant Grund.
Nein ich verstehe es nicht und ich habe kein Verständnis dafür. Es macht mich mitunter verdammt aggressiv, als Anwesender zu dieser Gattung Mensch zu gehören. Wie schon erwähnt, ich habe getrunken. Ich habe mich an dem versucht, was mir vorgelebt wurde. Habe Alkohol auf meinen Schädel angesetzt, doch das, was ich bei vielen anderen beobachtete, wollte bei mir nicht klappen. Und ich versuchte es fleissig, auf eine sehr kranke Art und Weise. Mein Schädel war immer auf dem Hals, Blackouts fährt man vielleicht ab 2 Promille, ich weiss nicht, ich habe es nicht geschafft. Der Kopf rotierte immer weiter. Und es wäre mir ein verdammter Genuss gewesen, dass man ihn mit Alkohol zum Stoppen bringt. Ausschalten und vergessen. Die viel gepriesene enthemmende Wirkung. Das wollte alles bei mir nicht wirklich. Und ja, man kann seinen Kopf versuchen denken zu lassen, dass man nun enthemmt sei und sich so verhält, wie es andere enthemmte Menschen um einen herum tun. Aber da ist so unglaublich verkehrt in sich…

Ja, ich finde es schwachsinnig, das Verbrechen unter Alkoholeinfluss anders bewertet werden. Darin sehe ich keinerlei Sinn und keine Veranlassung, es zu tun. Unzurechnungsfähigkeit sollte definitiv an andere Faktoren gebunden sein. So ist es nur eine Methode, billig wegzukommen. Und das ekelt mich definitiv an. An dem Punkt sollte man vielleicht auch einmal ansetzen, wenn man es wirklich mal ernst meinen würde mit dem Vorgehen gegen Gewalt gegen Kinder bis hin zu dem, was man hierzulande unter “Kinderpornografie” versteht (aber jeglicher Gebrauch dieses Wortes schon die Denke anzeigt, dass das Kind das am Ende ja noch selbst wollte…)Die gesamte gesetzliche Behandlung von Alkohol ist absolut lächerlich. Warum sollte man unter Alkoholeinfluss fahren dürfen, wenn man unter keinem anderen Drogeneinfluss Auto fahren darf? Und nein, sollen sie ruhig betrunken fahren. Ich vertraue sowieso keinem Autofahrer. Man ist im Verkehr auf die Regeln und vor allem auf die eigene Vorsicht angewiesen. Das ist das Spiel, das können wir gerne so spielen. Pass auf dich auf, egal auf welcher Seite und denk vor allem an die Anderen, die schwachen und ungeschützten Spielmitglieder. Ich hab nichts gegen, ich habe aber etwas gegen inkonsequente Regeln. Die machen nur die falsche Tür auf. Und übernimm Verantwortung für dein Handeln.

Das sollte grundsätzlich die Hauptspielregel sein. Denk auch einmal an die anderen. Und Alkohol ist an dem Punkt absoluter Oberfail. Ich habe mich definitiv mit vielen Menschen beschäftigt, die irgendwie unter irgendeinen Drogeneinfluss standen. Und keine Droge ist genau an diesem Punkt so widerlich (vielleicht Kokain mit Alkohol kombiniert) im Zusammenspiel mit der Natur vieler Menschen. Alkohol ist penetrant und macht Menschen penetrant, ich würde durchaus sagen, penetrant dumm, aber vor allem eins: Alkohol ist eine absolute Ich-Bezogene Droge. Obwohl sie eigentlich meist im Kollektiv konsumiert wird, treten unter Alkoholeinfluss verdammt, verdammt oft die Egos zu Tage und präsentieren sich im hässlichsten Gewand. Und bei verdammt vielen Menschen tritt der am Ende sowieso verstümmelte Sinn für andere Menschen um einen herum komplett in den Hintergrund. Und das ist widerlich. Das ist einfach meist verdammt unschön anzuschauen und mitzubekommen und mit einer enormen Portion Fremdscham versehen. Und das verstehe ich nicht. Warum es so sein muss, warum Enthemmung eine verdammte Konstruktion sein muss, die man auf der Tanzfläche in Form von ratternden Rädchen im Hirn bei vielen Männern beobachten kann. Es ist billig und es ist schlecht, und es gibt keine Schmerzgrenze dabei. Ein völlig zugedröhnter Mann kann eine ganze Tanzfläche leer fegen ohne mitzubekommen, wie sehr sein Verhalten langweilt. Und es wird akzeptiert. Keiner haut ihm aufs Maul. Das verstehe ich nicht. Es gibt aber Gründe, warum früher und auch noch heute in gewissen Gegenden an Holzpfähle gebunden einen feinsten Drogencocktail eingefahren bekommen. Die wissen schon, warum sie diese Männer nicht frei herumspringen lassen. Das ist Selbst,- aber vor allem auch Gemeinschaftsschutz.

Nein, ich habe nichts gegen Enthemmung und Ekstase. Das geht voll in Ordnung. Aber ich habe auch nichts gegen gegenseitige Rücksichtnahme und eine weite Wahrnehmung, keinen Tunnelblick. Das würde auch voll in Ordnung gehen. Generell, so ganz generell. Leider auch abgesehen von den Drogen. Ich vermisse den weiten Blick generell. Es gibt so einige Menschen, die das ganz gut hinbekommen mit dem weiten Blick, dafür liebe ich sie.

Und ja, es gibt Menschen, die verlieren selbst heftigste zugedröhnt mit Alkohol diesen Sinn nicht. Die während einer Küchenausklingparty als erste hören, wenn sich der Nachbar im Hof beschwert und die Musik leiser macht, während alle anderen sich volltrunken beschweren und wieder aufdrehen. Das sind auch die Menschen, die mitbekommen, wenn einer/eine vor lauter Enthemmung sich zurückzieht und irgendwann kotzt, der Wasser und Eimer bringt, der sitzen bleibt, bis dieses fertige Etwas friedlich schläft, während alle anderen schlafen. Und es freut mich wirklich, wenn ich so etwas erleben darf. Leider sind es am Ende oft auch die, die dem Alkohol sehr verfallen sind. Die schon weit über die Enthemmung hinausgeschossen sind. Klarer Level generell. Aber das ist nicht zwingend, es gibt auch Menschen mit generell freien Wesen. Vor ihnen ziehe ich meinen Hut so tief ich kann!

Ich habe nichts gegen Alkohol, genauso wenig wie ich zum größten Teil keine Vorbehalte gegen andere Drogen habe. Ich habe nur etwas dagegen, wie Menschen mit dieser Droge umgehen. Und in den aller meisten Fällen kotzt es mich verdammt an, wenn Alkohol alleine im Spiel ist. Ja, ich mag all die anderen Druffies für ihre Art zu zelebrieren und feiern, und es ist mir 10 Mal lieber, Pillen- und Pappenheiner um mich herum zu haben, als eine vollgedröhnter Alkigruppe.

Menschen verhalten sich unter Alkoholeinfluss im Regelfall ausserdem verdammt durchschaubar. Oder am Ende ist das nur Teil des Enthemmungsspiels.

Und ja, auch wenn Doktoren unter Alkoholeinfluss feiern, ist das auch ein absoluter fail. Der Stock sitzt schon ein wenig tiefer, und da braucht es obendrauf noch billige Animationsmusik: “Könnt ihr nicht was mit mehr bums spielen? – Ne, Bumsmusik haben wir nicht, wir haben nur Techno. – Nee, also Bumsen ist jetzt schon ein anderes Thema, das meinte ich auch nicht gerade, obwohl ich das auch schon länger nicht mehr getan habe… – sehr hilfreich, wenn man sich dann zu seinem jüngeren Bruder umdrehen und fragen kann, ob er denn Bumsmusik für die unterfickte Dame haben würde (gewünschte Bumsmusik war übrigens Nena – 99 Luftballons, die Dame torkelnd)” – Nein, so eine junge Doktorandin, die zu späteren Stunde noch lallend verteilter Menge tiefer blicken ließ, wie die Welt hinter der PrinzessinEgoBrille so aussieht, das löst nur noch Kotzreiz in mir aus, vor allem wenn man mir dann noch meine kongeniale Zusammenfassung ihrer Frage übel nimmt. Da kann ich gut und gern auf all diese Enthemmung verzichten. Lieber bekomme ich mit, was um mich herum passiert, auch wenn es ein kotzender Mensch ist. Und brenne mir solche Momente ein. Sie lassen Menschen dann doch besser einschätzen, auf was man sich so im Extremfall vorbereiten müsste.

Drogen sind nicht das Problem, es ist das Problem, wie mit ihnen umgegangen wird. Und der Umgang mit der Droge Alkohol, den finde ich über alle Geschmackskomponenten hinweg so widerlich im Nachgeschmack, dass ich in mir keinerlei Veranlassung finden kann, zum Glas zu greifen. Mit der Ausnahme von wenigen Jahren mein gesamtes Leben war das bisher so, und ich sehe an dem Punkt keinerlei Änderungsbedarf. Und inzwischen bin ich mir darüber hinaus auch noch sicher, dass die Alkohol Fraktion nicht einmal ordentlich feiern kann. Der Rausch mag schon in Ordnung sein, wie ihn die Menschen zelebrieren, wundert mich einfach nur _sehr_.

Es ist nicht mein Problem, dass all die Menschen Drogen nehmen, auch viel Alkohol. Ich weiss, dass man das aber ebenso mit Anstand machen kann, wie jede andere Droge. Ich freue mich über ein tief grinsendes Gesicht, hinter dem Feierlaune steckt mehr als über eine Bierdusche. Das ist mir dann doch irgendwie sympathischer.

Und weil ich auf der nächsten Party einfach unbeschwert Bionade trinken will ohne ranten zu müssen, soll es hier als grundsätzliches Statement erhalten bleiben. Nicht das ich noch jemand sagen muss, dass der Grund für meine Ablehnung das Verhalten meines Gegenübers ist, man solle sich ruhig mal nur einen Abend lang selbst beobachten und dann noch einmal gemeinsam reden…

Das geht aber nicht?
Ach, ihr Flaschen :)

Cheers & ChinChin

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