Okt
22
2008
Unbemerkt und leise, weil die Stille ein wenig komisch war und ich ein greifbares Gefühl haben wollte. Ich wartete durchaus ein wenig. In Ruhe und mit ruhiger Stimme und unendlich viel Erleichterung und Gelöstheit in der Stimme hörte ich das Wort “frei”. Und es machte boom im Kopf.
Und als ich diese Worte schrieb, klingelte das Telefon. Eine Stimme, die man kannte, irgendwie und irgendwie auch fremd. Aber sie gehörte dem, den ich so unglaublich vermisste.
Es ist fast ein Jahr gewesen, ein Jahr, in dem man nicht begreifen konnte, was passiert war und passiert. Es ließ sich ungemein schwer einfangen, das Gefühl, es war immer abgespalten. Es ließ sich erahnen, was fehlen würde und allein der Gedanke an einen einzelnen Tag noch mehr, machte die Gedanken unglaublich schwer.
Jetzt versteht man nicht viel mehr, aber man kann das erste Mal weinen, und kommt sich unendlich dumm vor, dass man nur Tränen als Ausdruck für ungemeine Freude in sich trägt. Es ist mehr ein inneres Zerfließen als ein lauter Schrei. Aber es tut unendlich gut dieses Wort “frei” …
Welcome back M!
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Okt
6
2008
Verdammt, man lebt nur einmal. Man hat nur eine einmal große Chance, die große Chance. Möglichkeiten ohne Ende. Und man beschäftigt sich die ganze Zeit damit, die kleinen Krümel von dem großen Kuchen zu picken. Wie bei einem Streuselkuchen. Streusel für Streusel, vom kleinen bis zum größten. Bis keine Streusel mehr übrig sein mögen. Nur gibt es viel zu viele Streusel damit der nackte Kuchen irgendwann einmal einen anstrahlt. Anstatt sich zu mindestens ein dickes Stück des Kuchens einzufahren streuselt man vor sich hin. Und wenn man erstmal mit dem Streuseln angefangen hat…
Muhar, man kann sich gar nicht genug gehen lassen. Auf Arbeit das Radio auf- oder abdrehen und zu dem Song des Momentes das Haar fliegen zu lassen. Laut schreien, seinen Computer beschimpfen, die dumme Sau. Den Blick geradeaus und nicht loslassen, mitten im Gehen einen kurzen Moment auszuflippen und abzuspacken. Auf dem Fahrrad wild mit den Händen dirigieren im dichten Morgenverkehr. Den dreckigsten Gedanken nicht ausweichen sondern immer auf Tasche haben. Andere Menschen kitzeln, egal wie sehr sie einen für einen Freak halten mögen.
Das könnte Teil einer Entkrümelungs-Therapie sein… individuell weiter gestaltbar. Damit man irgendwann mal mindestens ein Kuchenstück schafft.
Bis dahin, vielleicht Lieder, wie Big Jumps von Emiliana Torrini hören (Audio Player rechts, rechter Button “Release Player”). Und yezzzzzzzzzzzzzzzz schreien oder verdammt laut denken. Oder so ähnlich. Ach ja, die Frau lieben! Unbedingt, und dafür, dass man sie so lange übersehen hat, sollte man sich ungemein schämen.
Nur mal so gesagt, war gerade nur so ein Bedürfnis… und Pflaumenkuchen rockt … muhar!
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