Clueso & Katie Melua iTunes Live Festival Berlin

Die Karte kam ein paar Stunden davor. Schon ein wenig komisch knapp. Aber umso feiner, wenn dann auf der Karte Clueso steht. Katie Melua kann man ja noch mitnehmen.

Und Clueso war ungemein fein. Sehr satter Sound, klar, prägnant, wunderbar, so wünscht man sich das jedes Mal. Was die Jungs von der Technik da aus ihrem BlinkeLeuchtSoudncraftTisch herausgeholt haben, es verdient, egal welches Konzert, nur Lob. Sehr professionell, aber es soll ja auch schließlich verwertet werden. Auf das neue Album von Clueso kann man sich also durchaus richtig freuen, die neuen Songs, die im Programm enthalten waren, haben durchwegs gefallen. Überhaupt war das ganze Konzert voll unglaublicher Energie. Clueso hat richtig Power gegeben, die Schweißperlen tropften nur so von der Stirn. Und man konnte einfach sehen, dass die Musiker alle zusammen Spaß hatten, es genossen, diesen Auftritt zu spielen. Das hatte gut drive und der kam deutlich an, auch wenn das Publikum, wie schon bei allen anderen Konzerten sehr sehr gemischt war und ein bisschen träge.

Katie Melua…
das war glatt… vor allem glatt und gnadenlos perfekt.
Jedes Lied war von Gitarrenwechsel begleitet, alles lief wie am Schnürchen, der Sound, Wahnsinn, allein wie die Stimme herauskam. Perfekt sozusagen. Die Musiker, die ganze Gruppe, ein unglaublich komischer Mix, ein Gitarrist wie aus einem Hippiefilm entschlüpft, ein Schlagzeuger  und ein Bass mit Glatze, beide eher älterer Natur. Ein E-Bass, bzw so ein Western Style Gitarren-Bass. Und ein Pianist mit Buckel. Das Klavier hat mich aber in der Abnahme überhaupt nicht überzeugt, es hörte sich regelrecht “billig” im Vergleich zu dem Rest an. Alles tolle Musiker, alle perfekt und ohne Fehler gespielt. Das letzte Konzert einer Tour. Ein perfektes Konzert, aber es kam null und nichts an, es war wie das Herunterspielen einer CD. Perfekter Sound, aber kein drive. Die Musik an sich hochenergetisch teilweise, aber von der Energie kam nichts mehr bei mir an, dass verpuffte einfach. Vielleicht auch weil der Publikumskontakt nicht existierte. Das war ein rundes komplettes Programm, das ging von vorne bis hinten ohne große Unterbrechung hindurch. 

Eine wundervolle Stimme, mit sehr viel Power, und unglaublicher Bandbreite.

Es war leider nur viel zu perfekt irgendwie.

 

Aber das Konzept an sich, gerne wieder… sehr sehr nett, ich habe es sehr genossen ;)

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