Apr 12 2008

das goldene “M”… mal ganz anders: Munayburger

Munayburger

Berlin, Wedding, Prinzenallee. 

Man fragt sich jetzt eigentlich nur, was für Probleme die in Kreuzberg haben. Hier ist jedenfalls alles halal und keinerlei Demonstration weit und breit. Nur glückliche Gesichter. Kann man ja verstehen. Endlich ordentliches Junkfood. Der Test steht noch aus. 

Google spuckt bezüglich Munay nur feine Sachen aus:
“The Munay-Ki are the nine gates that heal us and transform our human energy field into that of homo luminous…” auf deutsch ein paar Links weiter “Das Munay-Ki sind die neun Gatter, die uns heilen und unsere menschliche Energie aufnehmen und in das des leuchtenden Homo umwandeln…”

Ah ja, Homo. Das müssen also hoch energetische Burger sein, voll schamanischer Energien. Wow.

Und dieser Wikipedia Eintrag hilft mir so gar nicht weiter.

Also belassen wir es beim schamanischen Burger. Ich werde bei meinem Test die Bedeutung versuchen herauszubekommen. Ich glaub, dass wird gar nicht so einfach. 


Apr 12 2008

ein bisschen wut


Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.


Apr 12 2008

Patrick Watson live im Admiralspalast Berlin

Ehrlich gesagt, keine Ahnung wie er zu mir fand. Ich kann mich nur noch daran erinnern, sein Album “Close to Paradise” irgendwann im letzten Jahr gehört zu haben. Und auch wenn ich nicht weiß, wie er zu mir fand. Ich war verdammt froh darüber, dass er zu mir gefunden hatte. Ich war und bin.

Mein Zugang war am Anfang nur die Musik, wie meist. Ich blieb an Lieder wie “The Storm”, “The great escape” oder “Luscious Life” hängen. Aber wahrscheinlich weil spätestens nach dem zweiten Lied mir klar war, dass dort ein Klavier spielt, ein richtiges, kein Elektro sonstwie. Nein, ein wirkliches Klavier. Eins mit Gefühl und Charakter, ganz eigenem. Nein, es klang nicht nach Flügel, es klang nach Klavier. Und es fühlte sich zu Hause an. Und das ist unglaublich selten mit Klavier. Man hat häufig Respekt und keinen blassen Schimmer, wie man das selbst spielen könnte. Aber Patrick Watson war gefühlte Klangheimat. Unendlich schön, nachdenklich, melancholisch, auch voll Wut.

Und dann kam der Tag, an dem The Cinematic Orchestra ihr neues Album vorstellte, “Ma Fleur”. Es gibt selten Momente, wo man schon weiß, dass ein Album gut sein wird, bevor man je ein Lied davon gehört hat. Oder wie soll man das empfundene Glück des Moments beschreiben, als man zwei seiner Lieblingsgruppen auf einer Scheibe vorfindet, sozusagen eine orgastische Melange allein schon im Ansatz? (Und die Platte ist von vorne bis hinten ein reiner Hörorgasmus). Der Track “to build a home” ist so wundervoll, wie sein Name vermuten lässt. Er eröffnet das Album und schließt es auch fast ab. Leider war das Cinematic Orchestra Konzert hier im Herbst letztens Jahres ohne ihn.

Also musste man ausharren. Doch das Warten wurde mehr als entlohnt. Ein wundervolles Konzert. Wirklich. Von Anfang bis Ende. Und Patrick Watson eine unglaubliche Erscheinung. Meine Klavierlehrerin wäre mit ihm verzweifelt, im Ansatz, während des Spielens möglichst still zu sitzen. Das war alles ein Fluss, und wirkte manchmal fast wie “Gummi”. Doch nicht wirklich lächerlich, eher empfundener Fluss der Musik. Und die Musik war wie ein reißender Fluss, der einen von Anfang bis Ende mitgenommen hat. Und er saß wirklich an einem sehr eigenen Klavier, einem alten mit Charakter. Und er bearbeitete es unglaublich. Und da die Tontechnik es mal wieder nicht wirklich hinbekommen hatte, es ordentlich abzunehmen, schien er umso mehr zu arbeiten. Die drei anderen Bandmitglieder stachen an sich nicht so hervor, aber waren ziemlich kreativ im Umgang mit ihren Instrumenten. Und nicht platt kreativ, nicht kreativ bis zum nicht mehr verständlichen, sondern kreativ innerhalb des Rahmens, den sie zu viert steckten. Wirklich gut aufeinander abgestimmt.

Ein Genuss, wahrlich… ich kann es jedem nur empfehlen.

Ein Eindruck kann man auf seiner Homepage bekommen, bzw MySpace oder YouTube.

Und zuletzt, als Songtipp:

  • Lucious Life, ohne jeden weiteren Kommentar
  • Woods auf dem Album “Just another ordinary day”. Wunderschön, erinnerte irgendwie fast ein wenig an Sigur Ros

 

Bildquelle: http://www.myspace.com/patrickwatson

 

Read on here: regioactive.de


Apr 12 2008

und… wie gehts?

diese Frage … sie erwischte mich heute zweimal. Ohja, ich mag sie ungemein, sie ist die Eröffnung schlechthin für ein Gespräch. Man zwingt sozusagen sein Gegenüber zu einer Lüge, gleich zu Beginn. Bzw, egal welche Antwort, ist sie nicht ein Herauswinden aus dieser Frage? Man könnte natürlich es therapeutisch handhaben, und einfach zurück fragen, warum das denn interessiert? Aber mit seinen Eltern kann man sehr schnell verstehen, dass therapeutisch denken und fragen nicht immer wirklich erfolgreich sein muss. Umso entzückender finde ich jedoch die Feststellung, dass ein einfaches “gut” als Antwort ausreicht, um es den Eltern auch “gut” gehen zu lassen. Denn wie man mir erklärte, geht es den Kindern gut, geht es auch den Alten gut. Wunderbar denke ich mir da, dann geht es uns ja allen fein beschissen, also eigentlich gut.

Ich habe schon oft darüber nachgedacht, ob man nicht einmal seine Bandbreite von Antworten erweitern sollte. Ein klares “beschissen” wäre ja einmal eine Aussage, statt dessen nuanciert man seine “gut” oder “passt schon”. Man lehrte mich auch einmal “muss ja”. Lässt sich perfekt herausdonnern auf dieses, vor allem im Süden so beliebte, “naaa?”. Im Nordosten ist das auch ein wenig anders mit dem “naaa?”. Das muss nicht immer eine Aufforderung sein, über seinen Zustand Auskunft zu geben. Auf Arbeit ist das als Münchner Macke verschrien. Die Franken machen das aber ebenso. Ich übrigens auch zu gern. Das ist in sich noch paradoxer. Man will an sich gar nicht Auskunft geben, donnert aber auf ein “naaa?” gleich einmal die zurecht gelegten Antworten heraus.

Zur Qual wird diese Frage ja auch erst, wenn man sich seine Lüge allzu gut überlegen muss. Anders gesagt, ich glaube, die Häufigkeit, dass man mich in bester Laune fragt, wie es mir denn geht, ist relativ gering. Da bekomme ich schon eher die Frage gestellt, auf welchen Pilzen und Pillen ich denn heute unterwegs wäre. Und dieser Zustand ist dann wohl doch nicht der Alltag.

Im Alltag hasse ich diese Frage, mit jedem Tag mehr, und ich hasse sie umso mehr, wenn ich meinen Alltag hasse. Soll vorkommen, es gibt so Tage…

Hans Söllner fragte mal sein Gehirn, wie das denn sei mit seinen “Freunden”, die ihn sehen und fragen, Mensch Hansi, wie gehts denn? Und wenn er dann “beschissen” antwortete, drehten sie sich um und gingen weiter. Dem Hansi sein strahlendes Hirn erklärt ihm darauf hin, dass er beschissener Weise so ganz allein für sich ist. Und manchmal denke ich mir, da hat dem Hansi sein Hirn gar nicht so unrecht vielleicht, aber davon abgesehen. Hochachtung, immerhin bekommt er es anscheinend hin, überhaupt ein beschissen rauszuhauen. Wie viele Situationen gab es schon, wo ich mir dachte, diese Umschreibung würde es wohl noch am ehesten treffen, mich aber mit einem “passt schon” in die stille Falschheit flüchtete?

Es wäre konsequent, es wohl in den meisten Fällen einfach zu unterlassen, diese Frage zu stellen. Doch genau an dem Punkt liegt das Problem. Ich würde ja gerne sagen, bitte bitte, verschont mich mit dieser Frage, jede andere, nur diese nicht.

Egal wie sehr ich es mir vornehme. Allein dieser Augenblick, wo man auf seinem Telefon die Nummer eingegeben hat, das Telefon wählt, es klingelt… man wird so dumm im Kopf dabei, dass das erste, was man nach seinem Namen sagen wird, ein “naaa?” oder ein “na, wie gehts?” sein wird. Zu 99,5%.

Es braucht sinnlose Alternativen. Fragen ohne Ziel. Fragen, die am besten Aussagen sind.

Oder ein herrlich platziertes “beschissen”…


Apr 12 2008

why…

… weil ich Wut in mir habe!

Schreibwut, Tanzwut, Lebenswut …